• J.J. Hiess  -  Grundsteingasse 8 - 1160, Wien - Österreich
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  •  Ursprünglich waren es natürlich ELVIS PRESLEY, LITTLE RICHARD, CHUCK BERRY FATS DOMINO, JERRY LEE LEVIS, ....... die den Wunsch nach einer eigenen E-Gitarre in mir weckten. Dieser Elvis überhaupt ! ( Owa da Voda wor total gegen de “ Negamusik “ wia er gsogt hot. Owa daun is eam eingfoin, dass da klane Hanse scho im Vurschuioita bei jedn Kirtog auf de Bühne gsprungan is, und denan Kapönmastan zagt hot wia ma dirigiert, und wos laung get ! )
     Kurz und gut bekam ich dann irgendwann in der Volksschulzeit eine “ Wanderklampfe “ , später auch einen Kapellenmeister als Lehrer ! Nun was soll ich sagen - ZUPFEN - von einem Landler zum Nächsten - Im Musikgeschmack ein Zwillingsbruder meines alten Herren ! Von einem Schülerkonzert zum Anderen, wo ich angeblich so hervorragend den TAKT angab, hatte ich bald die Nase gestrichen VOLL, und beendete das Ganze!
     Mir war die Lust am Musikmachen zur Gänze vergangen, war gestorben - mein Bedürfnis der eigenen musikalischen Betätigung beschränkte sich von da an aufs Hinternwackeln !
     Das blieb Jahre so. Bis ich vor meiner Lehrzeit “ PETZI “ kennenlernte. Dieser hatte schon mit einigen Bands gespielt, war aber zu dieser Zeit bei keiner Gruppe. Im Geplaudere erzählte ich ihm natürlich meine Erlebnisse in dieser Richtung, und er meinte ich soll mal bei ihm vorbeischauen und seine Instrumente besichtigen. “ GONG ! “ Das war’s ! Er zeigte mir ein paar Griffe und auf Anhieb konnten wir einige Lieder gemeinsam spielen. Die Faszination der E - Gitarre im Handling gegenüber meiner Wandergurke, die einen Hals hatte wie ein Randsteinpfosten, und überhaupt.  ZWEI WOCHEN SPÄTER GRÜNDETE ICH MEINE ERSTE BAND ! Und Freund Petzi war mit dabei ! Irgendwie, ich weis nicht mehr wie, schaffte ich es, obwohl kein Geld da war, ein Probelokal, einen Schlagzeuger, einen Bassisten und eine eigene E - Gitarre aufzustellen - als Verstärker konnte ich den GIBSON G 20 von Petzi mitbenutzen! Ich war sicher schon immer ein Energiebündel, aber wie ich das damals hinbekam, ist mir heute noch ein Rätsel !
     An dieser Stelle möchte ich auch gleich noch hinzufügen, dass sich diese Band drei Jahre lang hielt, und wir uns über laufende Auftritte nicht zu beklagen hatten ! Der Name dieser Band war “ HANGMAN “. Tolle Kumpels, gute Freunde - die Musik verband uns !
     Als sich diese Band nach drei Jahren auflöste, stieg ich bei den “ BEATFIRES “ ein. Eine bereits sehr bekannte und erfolgreiche Gruppe, mit Manager, eigenem Bandbus usw. Als nach etwa zwei Jahren bei dieser Band, und wieder möchte ich das hier betonen - Tolle Kumpels, gute Freunde - als der Wechsel ins Profilager mit Auslandsverträgen bevorstand, bin ich ausgestiegen, denn ich hatte noch dieses gottverdammte Bundesheer vor mir, und ich wollte nicht wenn ich mit Dreissig wieder nach Hause kommen sollte, dieses dann nachholen müssen. Somit war wieder ein Bandwechsel angesagt.
     “ The SPOTLIGHTS “ suchten einen Gitarristen mit Gesang. Eine gestandene Band, und obwohl sich eine Menge Leute bewarben, war ich beim ersten Besuch mit von der Partie. Wir waren keine reine Beatgruppe, sondern spielten auch viele Instrumentalnummern der Shadows, Spotnicks, usw, aber das Hauptaugenmerk lag auf fünf bis sechsstimmigen Gesang a la Beach Boys, Tremolos, usw.. Wahnsinn, ich konnte zu dieser Zeit lupenrein die Oberstimmen singen, und wenn ich nicht einige Freundinnen gehabt hätte, konnte man der Annahme das ich entmannt sei, leichtens zustimmen. Und auch hier waren es wieder wunderbare Freunde die ich gefunden habe.
     Nach eineinhalb Jahren blies dann der Zapfenstreich, und ich verschiss ein Jahr in Uniform. Desweiteren bahnte sich auch meine erste Ehe an, und damit war’s dann mit dem musizieren vorerst einmalmal vorbei.
     Ich verbrachte die nächsten Jahre im Rahmen meiner gegründeten Familie, die nach zwei Jahren um ein entzückendes Töchterchen erweitert wurde, und widmete mich intensiv der Fotographie.
     Allerdings kann man so etwas nicht aus den Genen entfernen, und so hatte ich etwa 85~86 wieder das unaufhaltsame Bedürfnis, etwas zu starten. Im Gespräch mit einem Arbeitskollegen, auch ein Gitarrensammler, der auch früher mal mit Falco spielte, entschloss ich mich wieder zur Gründung einer Band, wollte die alten Nummern wieder spielen, ehrlichen Rock`n Roll und Blues, unvermanscht, unverzerrt
     Wir waren zu Zweit, dann zu Dritt und absolut einig in unserem Ziel, aber alles was dann dazusgestossen kam, reichte nicht für einen Vierten, geschweige denn Fünften.
    Also - Vergessen wir’s -
     Mir bot sich die Möglichkeit des Einstiegs in eine jahrelang bestehende Gruppe namens “ HIGHWAY “, und ich nahm an. Es war genau MEINE Musik die da gespielt wurde, und diese wurde verdammt gut gespielt, allesamt hervorragende Musiker. Nun, ich brachte wohl ein wenig zu viel Eifer mit, denn man war eigentlich nicht sonderlich an Auftritten interessiert, sondern es wurde mehr als Spass an der Freud agiert, wenn auch nicht bei Allen, so besteht eine Band eben aus ALLEN ! Was heisst, eine Handvoll, wenn auch grosser Gigs war schon ausreichend für die Meisten von uns. Mir war es aber dann doch etwas zuwenig, zumal ich in meiner aktiven Zeit buchstäblich zumindest jedes Wochenende auf der Bühne stand.
     Nun sollte endgültig Schluss sein. Ich verkaufte meine PA und das verwendete Marshall Stack. Es sollte nun endgültig aus und beendet sein. Nun, um es möglichst kurz zu machen, ich versuchte es natürlich wieder. Schon seit ich in Uniform musste, und den dadurch zwangsweisen Ausstieg bei den Spotlights, schwebte mir immer wieder das Blid einer Band vor, die all die Instrumentalnummern der Shadows, Spotnicks, Ventures usw. spielen, gepaart mit unverfälschtem Rock`n Roll a la Elvis,Chuck Berry,... ohne irgendeiner elektronischen Zerrscheisse, Schwapp und Schwuppeffekten oder sonstigen Soundverschandlern, nein, Tremolo der guten alten Amps, Federhall und Bandecho - alles andere sollte auf dem Misthaufen von sonst wo bleiben !
     Einer der Gründe warum ich nicht gescheiter wurde, und es immer wieder probiert habe, ist auch jener, dass meine Gitarrensammlung zeitweise über EINHUNDERTDREISSIG Exemplare umfasste. Und ich, der sie liebevoll hege und pflege, teilweise aufwendigst instandgesetzt und restauriert habe, meine selbsgebauten Gitarren klarerweise gerne live hören würde, und natürlich gerne das eine oder andere Stück mal GASSI FÜHREN möchte !
     96 ~ 97 versuchte ich es erneut ! Gleich vorweg, es MISSLANG ! Scheiterte an Verlässlichkeit,Einsatz,....
     Nun - Bisher hat mein Entschluss es sein zu lassen gehalten, wenns auch zeitweise fürchterlich “ juckt “ !
    J.J.Hiess
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